Lychen bis Fürstenberg und zurück

Die Stadt Lychen in Brandenburg liegt inmitten von des Naturparks Uckermärkische Seen. Also nicht verwunderlich, dass die Stadt von Seen umgeben ist. Die letzte Eiszeit formte Hügel, sowie Senken und Rinnen, in denen sich klare Seen, Fließgewässer und Moore bildeten. Nach der Eiszeit hatte das Land dann 10 - 20 tausend Jahre Zeit alles mit Leben zu füllen. Den Menschen aus der frühen Entwicklungsgeschichte wurden hervorragende Rückzugs- und Siedlungsgebiete geboten. Die ergiebigen Fischereigründe, aber auch die guten Jagdgründe verleiten auch heute noch die Menschen zum verbleiben. Über allem herausragend bleibt aber die unglaubliche Natur dieser Landschaft. Naturliebhaber und Ruhesuchende kommen hier voll auf ihre Kosten, genauso wie Wander-, Rad- oder Wassersport begeisterte Menschen. Als Liechen wurde die Stadt erstmals 1248 urkundlich erwähnt. Aber schon ab 1299 ist die Schreibweise Lychen bekannt.

Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Britz - Fürstenberg kam die Wirtschaft von Lychen in Schwung. Schnell wurde eine Poststation, eine Apotheke, der Bahnhof und eine Kapelle errichtet. Ein Höhepunkt, die Errichtung einer Telefonverbindung nach Templin 1901. Erst 1903 gab es dann eine eigene Zeitung - die Lychener Zeitung. Mit Gründung der Heilstätten entstanden dann Arbeits- und Ausbildungsplätze beim Bau, in der Druckerei, der Wäscherei, der Haushaltsschule, auf dem Geflügelhof, in der Gärtnerei und im Kurhotel. Die Heilanstalten Hohenlychen wurden 1903 vom Roten Kreuz zur Bekämpfung der Tuberkulose gegründet. Wurden zuerst vornehmlich erkrankte Kinder behandelt, gab es Schrittweise immer mehr Erweiterungen. So wurde 1912 das Kaiserin Auguste Viktoria-Sanatorium gebaut und 1913 ein Krankenhaus.

Sehenswürdigkeiten in Lychen:

  • Die evangelische Stadtkirche St. Johannes wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als frühgotischer Feldsteinbau errichtet.
  • Das am Marktplatz gelegene Rathaus der Stadt wurde 1748 anstelle eines Vorgängerbaus im Barockstil errichtet und nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut.
  • Von der 1302–1304 aus Feldsteinen erbauten mittelalterlichen Stadtmauer sind große Teile erhalten. Dazu gehören auch Reste des Stargarder Tores, des Templiner Tores und des Fürstenberger Tores.
  • In der Schreibermühle war ein in den 1920er Jahren von Elsa Brändström gegründetes Heim für ehemalige Kriegsgefangene untergebracht.
  • Im Flößereimuseum, das im ehemaligen Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr untergebracht ist, wird eine der früher wirtschaftlichen Grundlagen Lychens gewürdigt.
  • Im Ortsteil Retzow ist die Ruine einer gotischen Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert erwähnenswert.

Lychen Rathaus 2013-08-10 ama fec Lychen St Johannes  Timber Rafting Museum in Lychen  Lychen Fürstenberger Tor 2013-08-10ama fec

 Lychen Auguste Viktoria Sanatorium 4 Lychen eh Jüdischer Friedhof mit Eiche und Gedenkstein    

 

Unsere Fahrt von Lychen nach Fürstenberg und zurück