Volcàn Paòs

Es zog uns also aus der Stadt heraus. Obwohl, die Zentralebene, mit der höchsten Bevölkerungsdichte in Costa Rica, einem fast komplett als eine Stadt erschien. San José selbst liegt so bei einer Höhe von ca. 1100 m - jetzt ging es noch höher hinauf. Auf dem Weg bieten Hausfrauen Erdbeeren, Erdbeermarmelade und selbst gebackene Plätzchen feil. An den Straßenrändern, mit herrlichem Blick auf das Zentralplateau, wird viel Picknick gemacht. 

Das Gebiet um den Poás wurde zum Nationalpark erklärt. Die frische Höhenluft wirkt belebend, es kann aber auch kalt und regnerisch werden. Warme und wetterfeste Kleidung ist angebracht. Von einem Aussichtspunkt oberhalb des Kraters hat man einen Überblick über den ganzen Vulkan. 1989 kam es zu einem Ascheausstoss von fast 2 km Höhe. Gegenwärtig stößt der Poás nur schwefelige Gase und säurehaltige Dämpfe aus. Aus diesem Grund sollte man sich auch nicht länger als 20 Minuten am Kraterrand aufhalten. Ein kleiner Fußmarsch führt zum alten Krater, dem Laguna Boto. Ein unglaubliches Lichter- und Farbenspiel erwartet jeden, wenn die Wolken über den Berggipfel kommen und das Sonnenlicht den Kratersee in den erstaunlichsten Lichtern glänzen lässt.

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Vor einem halben Jahrhundert hat Poás zum letzten Mal Lava gespuckt und ist seither immer noch aktiv. Erst im April 2017 katapultierte er eine Wolke aus Asche, Gas und Schwefeldämpfen in den Himmel und brachte die unmittelbare Umgebung in Aufruhr. In diesem Fall wird der Nationalpark rechtzeitig geschlossen. Seine Ausmaße sind eine der größten weltweit, denn der Hauptkratersee misst fast 1,3 km im Durchschnitt.