Tulúm

Knappe 130 km von Cancún entfernt liegt Tulúm, ein ehem. Wirtschaftszentrum der alten Mayas, das seine Blütezeit vor der Ankunft der Spanier auf Yucatán zwischen 1.200 und 1.400 n. Chr. hatte. Obwohl sie erst nach dem Einfall der Tolteken in Chichén Itzá zu mehr Einfluß und Bedeutung kamen, gibt ein Stein mit der Jahreszahl 564 n. Chr. darüber Aufschluss, dass es die Maya-Stätte an sich bereits lange zuvor gegeben haben muss. Heute ist Tulúm ist die einzige Maya-Stätte, die direkt am Meer gelegen ist. Obwohl sie für die Archäologie eher eine untergeordnete Bedeutung hat, liegt sie für den Besucher doch besonders malerisch gelegen. Tulúm - in Maya bedeutet es soviel wie Festung - war Anlaufpunkt für Händler aus den unterschiedlichsten Regionen, und so entwickelte sich hier eine eigenartige Mischung architektonischer Maya-Stile. Der augenscheinlichste Bau - er steht hoch erhoben über dem Wasser - ist der dem Gott Kukulkán gewidmete El Castillo, dessen Stuckfiguren noch heute zu sehen sind. Das nahegelegene Observatorium , der Templo de los Frescos, zeigt einige noch recht gut erhaltene Malereien von Maya-Göttinnen.