Thailand

Land des Lächelns wird Thailand oft genannt. Das können wir nur bestätigen. Es mag an der unglaublich reichen Kultur, den Naturbelassenen Landschaften, den einzigartigen Tempelanlagen, den traumhaften Stränden, dem exquisitem Essen liegen - was die Lebensfreude, die die Bewohner dieses Landes ausstrahlen, bewirkt.

Die Ausläufer des Himalajas prägen den Norden des Landes, Zentralthailand ist die Reiskammer des Landes, bewässert vom Maenam Chao Phraya und seinen Quellflüssen. Pattaya, Rayong sowie die Insel Koh Samet haben die östliche Küstenebene bekannt gemacht. Der River Kwai und der Drei Pagoda Pass sind die Attraktionen des westlichen Berglandes. Zinn und Kautschuk brachten Wohlstand auf die malaiische Halbinsel im Süden. Heute sind Phuket und Koh Samui beliebte Ferienziele.

Noch immer ist Thailand ein Agrarstaat, trotzdem kann man das Land zu den führenden Industrienationen Asiens zählen. Wie in den meisten Ländern, begann die Industrialisierung mit der Textilindustrie, welche immer noch immens wichtig für den Export ist. Aber auch die Elektronikindustrie kann sich sehen lassen. Danach kommt der Tourismus als Devisenbringer. 

Wie in allen anderen Ländern auch, bringt dieser Wohlstand auch seine Probleme mit sich. Luft- und Wasserverschmutzung, extreme Verkehrsprobleme und Zerstörung der Natur zieht dieser Aufschwung nach sich. Man ist sich jedoch der Probleme bewusst und geht diese offensiv an. Durch Aufklärung und präventive Maßnahmen soll die jeweilige Situation verbessert werden.

Trotzdem schafft es das Land, dass die Traditionen bewahrt werden und die Charaktereigenschaften beibehalten werden. Die Tatsache, dass Thailand nie ein Kolonialstaat war, mag ein Grund für die Unantastbarkeit der kulturellen Werte sein.

Seit Anfang der 90er Jahre waren wir viele Male in Thailand. Reisen über mehrere Wochen bis hin zu kurzen Stippvisiten. Immer wurden wir freundlich aufgenommen und haben herzensgute Menschen kennen gelernt. Man kann von den Thailändern soviel lernen, über das Miteinander, über Geschäfte, über die Natur - einfach über alles.

Strände, Strände und noch einmal Strände - verbunden mit wogenden Reisfeldern und dichten Kokos-Hainen. Als wäre dieses Stückchen Erde von Designern der Tourismus-Broschüren erfunden worden.

Ein wirkliches Paradies.

Durch das heiße Klima und den nassen Monsunen ist das Land unendlich fruchtbar und eine üppige, tropische Vegetation schießt aus dem Boden.

Bei der Reiseplanung sollte man schon auf den "Fahrplan" der Monsune achten. So wird die Westküste während des Südwest-Monsun (Mai bis September) reichlich begossen und an der Ostküste kann es von November bis Februar schon einmal recht stürmisch werden und den Himmel Endlos-Grau einfärben.

Zu dem komfortablen Wohlstand kommen die Menschen durch die Landwirtschaft - hier gedeiht Reis, Gummibäume, Rambutans, Mangotinen, Durians, Orangen und Milliarden von Kokosnüssen. Abgerundet werden die Einnahmen durch die Fischerei und dem Mineralabbau. So sind die Menschen hier stolz und freiheitsliebend.

Die Bevölkerung hier - ein bunter Mischmasch unterschiedlicher Landsmannschaften. So haben sich zum Beispiel die Chinesen in der Nähe der Erzminen niedergelassen, Moslems im Grenzgebiet zu Malaysia.

Die wohl populärsten Regionen des Südens sind die zahllosen Inseln und Strände mit ihrem tropischen Idyll. Viele kennen von Süd-Thailand wirklich kaum mehr. Dabei gibt es im Landesinneren noch viel urwüchsigen Dschungel, zumeist in Nationalparks. Oder man trifft im Banthat-Gebirge auf "Ureinwohner" der malaiischen Halbinsel, wie die scheune Sakai, die ihren Unterhalt als Sammler und Jäger bestreiten.

Neben einem reinen Strandurlaub kann man Tauchen, Schnorcheln, Radtouren machen oder sich mit Felskletterei beschäftigen und die Natur genießen. Auch gibt es einige Golfplätze, die sich auf Weltniveau bewegen. Die Möglichkeiten Land und Leute kennen zu lernen sind unglaublich vielfältig.

Auch im Süden waren wir jetzt schon häufiger - lernen aber bei jeder Reise wieder etwas neues kennen. So wird jeder Urlaub wieder zu einem kleinen Abenteuer.

Aus Laos kommend, wollten wir noch einige Tage einfach nur am Strand liegen. Das ging aber nicht, ohne eine Nacht in Bangkok zu verbringen. So kamen wir mal wieder in die turbulente Stadt, wenn auch nur für eine Nacht.

Den neuen Flughafen hatten wir schon bei unserem Zwischenstopp auf dem Weg nach Laos erleben dürfen. Gaaanz schön Groß - dieser Flughafen. Trotzdem fanden wir uns gut zurecht. Das Gepäck aufgenommen, Taxi gesucht und ab ins Hotel.

Als das Taxi so über den neuen Express-Highway in die Stadt fuhr, kamen uns Erinnerungen an unseren ersten Besuch der Stadt 1993.

Was war das für ein Chaos auf den Straßen. Deutlich erinnerten wir uns an die schlechte Luft, den ohrenbetäubenden Lärm, wenn hunderte von Motorrädern anfahren, sobald die Ampel auf grün geht.

Heute nun überall die Express-Highways, die sich scheinbar übereinander türmen. Der Skytrain, der die Menschen quer durch die Stadt bringt.

Gut, ein Luftkurort ist Bangkok noch immer nicht, wird es wohl auch nicht werden. Aber mit dem, was wir die ersten Besuche über sahen, rochen und erlebten hat die Stadt auch nicht mehr viel zu tun.

Es ist halt eine riesige, moderne Metropole. Anziehungspunkt für Millionen von Menschen und eines der wichtiges Wirtschaftszentrum in Südostasien.

Wir wollten wenigsten ein wenig in der Stadt bummeln. Es war der letzte Tag des Songkran und wir waren gespannt, was uns so alles erwarten würde.

Unseren Strandurlaub wollten wir auf Koh Chang verleben. Uns wurde berichtet - eine wunderschöne Insel. Auf dem Weg nach Hause sollten wir noch einmal eine Nacht in Bangkok verbringen.