Takeo

Am nächsten Tag ging es dann nach Takeo. Takeo Town ist die Provinzhauptstadt und hat ca. 50.000 Einwohner. Flach wie ein Pfannkuchen präsentiert sich die Landschaft. Jährlich wird die Gegend von den Fluten des Mekong und des Bassac überschwemmt. Hunderte Kanäle durchziehen die Gegend und werden als ganz normale Verkehrswege genutzt. Wohin man auf einer Fahrt durch die Kanäle schaut, man sieht nur Reisfelder. Diese Gegend mit dem Boot zu erkunden ist ein Erlebnis. Aber Vorsicht, über Stunden dem kühlen Fahrtwind ausgesetzt ist die Erkältung nah.

Nach der erfrischenden Bootsfahrt machten wir uns auf nach Phom Da. Hier ist man mehr oder weniger alleine unterwegs, da sich hier kaum Touristen hin verirren. Phnom Da selbst ist ein 17 Meter hoher Tempel aus dem 8. Jahrhundert und thront malerisch auf einem 100 Meter hohen Berg. Für jemanden, der aus den Bergen kommt, hören sich 100 m nicht sehr hoch an. Die Gegend ist aber so platt, so dass die Aussicht von hier oben erstaunlich ist. 

Ein weiteres Highlight in dieser Gegend ist der Tempel Angkor Borei. Hier soll einst das Zentrum des Königsreiches Funan gestanden haben. Dieses reichte zwischen dem 1. und 6 Jahrhundert vom heutigen Thailand bis nach Vietnam und von Kambodscha bis nach Malaysia. Die Kambodschaner behaupten, hier sei die Wiege der alten Khmer zu suchen. Die Vietnamesen und die Thais wiederum beanspruchen Funan als die Wiege ihrer Zivilisationen. Wer auch immer Recht hat wird hier nicht zu klären sein, Sie aber sollten sich auf keinen Fall einen Besuch in dem örtlichen Museum entgehen lassen. Hier werden ein paar wirklich alte und seltene Artefakte ausgestellt.