Sukhothai

Sukhothai gilt als die Wiege Thailands. Bis zum 13. Jahrhundert wurde das Gebiet von den Khmers beherrscht bis die ersten Thais, wohl aus dem südlichen China kommend, diese Stadt einnahmen. Die Macht der Khmers bröckelte immer mehr und die Thais gewannen immer größeren Einfluss, bedingt durch ihren liberalen Regierungsstil. Sklaverei gab es nicht, die Steuern wurden im moderaten Rahmen gehalten. Die Staatsform war zwar schon die eines Königreichs, aber der Herrscher regierte nicht absolut. So unterwarfen sich immer mehr Fürstentümer.

Nachdem König Ramkhamhaeng 1279 den Thron bestieg wurde Sukhothai zur Hauptstadt des Königreichs Siam erklärt. In den folgenden Jahren eroberten seine Armeen ein Gebiet, das sich über die heutige Fläche Thailands erstreckte. Im Osten und Süden reichte das Reich bis in das heutige Myanmar und praktisch die gesamte Malaiische Halbinsel gehörten zu diesem Herrschaftsbereich. Dieser König eroberte aber nicht nur, er schuf auch die heute bekannte Thai-Schrift. Seine in eine Steintafel gemeißelte Regierungserklärung wird im Nationalmuseum von Bangkok verwahrt. Nach seinem Tode endete jedoch die Blüte dieses Königreichs jäh. Seine Nachfolger waren sich uneins, Ayutthaya gewann immer mehr an Macht, ein neues Thai-Königreich wurde hier gegründet. Im Jahre 1376 wurde Sukhothai annektiert, nach nur 138 Jahren endet die Geschichte dieses unabhängigen Reiches. 

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Heute bildet die Ruinenstadt Sukhothai Historical Park (UNESCO Weltkulturerbe) die wichtigste Touristenattraktion. Pläne, dieses Gelände zu restaurieren, gab es schon 1942 - aber erst 1950 wurde eine Bestandsaufnahme gemacht; mit den ersten Arbeiten wurde 1950 begonnen. Innerhalb und außerhalb der alten Stadtmauern kann man heute fast 200 Tempelruinen bewundern.