Sibenik

Fährt man von Vodice aus immer weiter die Küstenstraße entlang kommt man automatisch nach Sibenik. Vorher überquert man die Krka, an deren Mündung liegt Sibenik, über eine große Brücke. Von dieser Brücke kann man sich auch mittels Bungee-Jumping in die Tiefe stürzen. In der Ferne sieht man dann schon Sibenik. Sibenik selbst ist eine relative junge Stadt und fand erstmals 1066 die erste urkundliche Erwähnung. Bis zu Beginn des 15. Jahrhunderts gehörte Sibenik mit wenigen Unterbrechungen dem ungarisch-kroatischen Königreich an, das von Venedig "abgelöst" wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts übernahmen die Franzosen die Stadt und wurden von den Österreichern abgelöst, die dann gute 100 Jahre hier das sagen hatten. Architektonisch geprägt wurde die Stadt aber durch die Venezianer.

Sibenik selbst ist umgeben von einigen Anhöhen, die darauf gebauten Festungen prägen das Bild der Stadt. Das ist zum einen die Festung St. Johannes, die rund 125 Meter hoch liegt. Sie befindet sich etwas nördlich der Festung Subicevac und östlich der Festung St. Anna. Letztere liegt oberhalb der Altstadt von Sibenik. Einheimische nennen die Festung nicht St. Anna, sondern Sv. Mihovil. Von hier aus hat der Besuchern einen tollen Blick über die Stadt. Eine vierte Festungsanlage, die Festung des heiligen Nikolaus, schützte die Stadt einst vor Angriffen aus Richtung der Adria. Sie gehört zu den massivsten Festungen entlang der Küste. Nachdem wir den Blick von der Festung St. Anna förmlich in uns aufgesogen hatten gingen wir direkt hinunter zur Promenade. Wir wollten jetzt durch die engen Gassen und über die zahllosen Treppen die Altstadt erkunden. Wir fingen bei dem imposanten Dom der Stadt an. Die Kathedrale zählt zu den wichtigsten Sakralbauten der kroatischen Küste. Gute 100 Jahre wurde an ihr gebaut. Als architektonisches Meisterwerk gilt die Kuppel der Kathedrale. Es handelt sich hier um ein Tonnengewölbe mit frei tragenden Steinplatten.

Während des Bürgerkrieges Anfang der 90'iger Jahre drangen die Kranjna-Serbern bis in Küstennähe vor. Sibenik selbst aber blieb von größeren Schäden verschont. Im Jahre 2000 wurde die Altstadt von Sibenik von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Beeindruckt hat uns der mittelalterliche Gewürzgarten inmitten der Altstadt. Was für Düfte, die uns hier umgaben. Ein Ort der Ruhe an dem man seinen Kaffee einfach nur genießen kann (das Eis ist auch super!). Wir genossen es durch die engen Gassen zu schlendern, über glatte, sich fast schon spiegelnde Platten zu flanieren. Durch die vielen Treppen erinnerte uns Sibenik sehr an Blankenese. Was für ein Wunder, dass wir uns gleich heimisch fühlten.