Salinas de Maras

Ein paar Kilometer weiter gab es schon wieder etwas zu entdecken. Wir gelangten nach Maras und fuhren über einen Holperweg zu den Salinas. Es eröffnete sich ein tiefes Tal an dessen Wänden sich lauter Salzbecken befinden, die in Terrassen angelegt sind. Vom oberen Rand hat man einen tollen Überblick über die gesamte Anlage. Auch die Salinas sollen schon die Inka gebaut haben. Hier entspringt eine Quelle, dessen Wasser das salzhaltige Gestein ausgewaschen hat und somit einen so hohen Anteil an Salz hat, das man es "ernten" kann.  Insgesamt soll es sich um 1.500 Becken (die sogenannten Salzbecken) handeln, in die das Wasser über kleine Kanäle geleitet wird. Durch die Sonneneinwirkung in den sonnenreichen Monaten verdunstet das Wasser in den ca. 10 cm tiefen Becken und das Inka Salz kann durch die Arbeiter, wie bei der Gewinnung des Fleur de Sel, von der Wasseroberfläche abgeschöpft werden. Das Inka Sonnensalz wird wie vor Jahrtausenden aufwändig von Hand geerntet und zu Fuß oder mit Alpacca über schmale Wege zu Tal gebracht. Aus einem Becken können circa 150kg Inka Salz gewonnen werden. Ein guter Arbeiter kann durch die Ernte des Gourmetsalzes bis zu 120 Dollar pro Monat verdienen.  Sprechen Salzkenner von Quellsalz, so ist damit auch immer ein hoher Qualitätsstandart verbunden, da dieses Salz eine besondere Reinheit hat. Nach der Trocknung an der Sonne hat dieses Salz eine ähnliche Struktur wie das bekannte Fleur de Sel, mit einer für Kenner ordentlichen Restfeuchte. Ein besonderes Merkmal des Inka Sonnensalz ist die rosa Färbung.