Phan Thiet

Es war an der Zeit sich jetzt etwas zu entspannen und verwöhnen zu lassen. So zog es uns nach Phan Thiet. Die Zugfahrt von Hue bis Phan Thiet war schon ein besonderes Ereignis für sich. Den Express-Zug, den normalerweise Touristen von Hanoi bis Ho-Chi-Minh-City nehmen, konnten wir nicht nutzen. Wir mussten einen Bummelzug nehmen, der über 24 Stunden für die Strecke brauchte. Was für ein Spaß! Wir waren die einzigen "Langnasen" im Zug und wohl wirklich etwas besonderes. Die gesamte Zugbesatzung und alle anderen Fahrgäste flanierten erst einmal an unserem Abteil vorbei und sagten guten Tag. Später kam dann die Besatzung des Zuges - um es kurz zu machen - es gab eine riesige Party. Wir gaben das Bier aus - die Zugbegleiter holten von jedem Bahnhof die Orts-Spezialität zum Essen (wie gesagt, der Zug hielt an jeder Milchkanne).

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Es wurden Lieder gesungen - falscher als Rolf und ich kann man kaum singen - Geschichten erzählt und gegessen. In Phan Thiet angekommen, traute der Bahnhofvorsteher seinen Augen kaum - wirklich alle aus dem Zug verabschiedeten uns. Glücklich, aber völlig verdreckt und verschwitzt - die Fenster im Zug sind offen, nur durch Gitter gesichert - und eine Aircon gibt es auch nicht. Vom Bahnhof aus legten wir dann die letzten Kilometer auf Motorrädern zurück, samt Rucksäcken. Wir fanden ein total tolles Hotel.

Phan Thiet ist nicht nur der Standort der berühmten Fischsoßenfabriken, sondern ein weiterer vietnamesischer Badeort par excellence. Direkt am gleichnamigen Fluss und am bedeutsamen Highway 1 gelegen, befindet sich die 100 000-Einwohner-Stadt noch im Einzugsgebiet der Metropole Saigon. Buntes Leben herrscht rund um den malerischen Hafen mit seinen vielen hübschen Fischerbooten. Nicht zu vergessen sind der ca. 20 km östlich des Zentrums gelegene feine Sandstrand Mui Ne und die gleichnamigen gewaltigen Sanddünen.