Mt. Bromo

Das nächste Reiseziel sollte der Mt. Bromo im Tengger-Semeru-Nationalpark sein. Auf dem Weg dorthin machten wir eine Nacht Station in Surabaya. Die Verhandlungen in dem 5 Sterne Hotel, welches sein Pre-Opening hatte, werden wir nie vergessen. Eigentlich war für ein solch tolles Hotel der erste Preis schon o.k. - aber irgendwie wirkte ich wohl hippelig - was auch stimmte, ich musste dringend auf die Toilette. An der Rezeption wurde das "Hippelige" aufgefasst, als wäre ich mit dem Preis nicht einverstanden. So hatten wir letztendlich ein wunderschönes Luxuszimmer - und haben fast nichts bezahlt.

Wir genossen also unsere Nacht im Luxushotel, gleich morgens ging es dann weiter zum Mt. Bromo. Wir schlängelten uns die 2300 Meter hoch bis zum Kraterrand. Direkt am Rand gab es ein kleines Hotel - wir nahmen das 1. Klasse Zimmer. Es unterschied sich von allen anderen dadurch, dass es warmes Wasser gab. Ansonsten bestand es aus Bambuswänden und einem Dach mit zwei Betten drin. Nachts wurde es dann extrem kalt - was für ein Wunder auf dieser Höhe. Um es etwas gemütlicher zu machen, funktionierten wir unsere leeren Wasserflaschen zu Wärmflaschen um. Heißes Wasser rein - und gut. Um 3.30 h war die Nacht dann schon zu Ende. Es ging den Berg hinauf bis zu einem tollen Aussichtspunkt. Was für ein Erlebnis. Erst konnten wir den Mond untergehen sehen, einen Sternenhimmel hatten wir - davon können wir im lichtverschmuzten Europa nur träumen.

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Dann ging die Sonne auf - dieses Farbenspiel werden wir wohl nie vergessen. Der Vulkan Semeru, der sich langsam aus der Dunkelheit abzuzeichnen beginnt und alle zwanzig Minuten eine gigantische Rauchwolke ausstößt, können wir nicht oft genug fotografieren. Nach Sonnenaufgang ging es dann den Berg hinunter und hinein ins Sandmeer - direkt zum Krater. Man kommt sich vor, wie auf einen anderen Planeten, wenn man durch den dunklen Sand auf die Erhebung in der Mitte zugeht. Einen Teil legten wir auf dem Rücken von Pferden zurück. Eine unwirkliche und doch traumhaft schöne Gegend.