Moray - Valle Sagrado

Durch die wunderschöne Landschaft fuhren wir zurück Richtung Valle Sagrado. Der Fahrer nahm eine andere Strecke, so konnten wir noch mehr unsere Umgebung bestaunen. Unser Ziel waren die Inka-Terrassen von Moray, etwa 14 km von Chinchero entfernt auf einem Kalkstein-Plateau in 3.500 m Höhe gelegen. Man nimmt an, es handelte sich bei diesen Terrassen um ein Agrarversuchsfeld der Inka. In drei verschiedenen Karsttrichtern wurden die Terrassen auf unterschiedlichen Höhen angelegt. Dabei hat jede Terrasse eine Höhe von ungefähr 1,80 m, die größte Anlage ist gute 45 m tief. Sind die obersten Terrassen noch konzentrisch angelegt, so werden sie, je tiefer man kommt, immer runder bis sie schlußendlich einen Kreis bilden. Durch diese Bauweise erzielten die Inka den Effekt von verschiedenen Mikroklimaten. So konnten sie letztendlich jedes Klima des Reiches darstellen und der bewährtesten Samen wurden zum Anbau verteilt. So einige der heutigen Manager könnten sich an solchen kreativen Einfällen und der sozialen Umsetzung ein Beispiel nehmen. Man erinnere sich, die Inka waren ein sehr kleines Volk und beherrschten ein riesiges Reich. Wieso hat sich die Bevölkerung das wohl gefallen lassen? Weil sie Hunger litten?

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Bis vor 50 Jahren wurde hier noch Kartoffeln und Gerste angebaut. Zu verdanken dem ausgeklügelten Bewässerungssystems der Inka, welches die Zeiten bis dahin überdauert hat. Noch heute ist dieses System zu erkennen. Die Inka nutzten eine wasserführende Schicht des Wayñunmarka, welche am südlichen Ende der Anlage eintrat. Von hier wurde das Wasser dann durch das wohl durchdachte Kanalsystem geleitet, welches das Wasser dann durch die einzelnen Terrassen leitete. Die Hauptkanäle, die sogenannten Paqcha , leiten das Wasser bis zum höchsten Punkt einer jeden Terrasse. Von dort aus verteilen weitere Kanäle das Wasser bis zur tiefsten Stelle einer jeden Terrasse im Norden. Weitere Kanäle versuchen den unerwünschten Wasserverlust möglichst zu eliminieren. Wie schon erwähnt, das ganze funktionierte vor 50 Jahren noch, bis das Wasser für die Wasserversorgung von Maras umgeleitet wurde.