Moni Arkadi

Südöstlich von Rethimnon liegt das Kloster Moni Arkadi, von wehrhaften Mauern umgeben, auf einer kleinen, baum- und strauchlosen Hochebene. Für die Kreter ist dieses Kloster von immenser Bedeutung, wird hier an die Leiden unter den Türken und die Aufstände gegen die Fremdherrschaft erinnert.

Wir blicken zurück auf das Jahr 1866. Die Kreter waren in Aufruhr gegen die Türken, das Kloster ein geistiger und strategischer Mittelpunkt des Widerstandes, geführt von seinem Abt Gavriil Marinakis. Viele Bewohner Rethimnon's flüchteten sich hierher, so beherbergte Arkadi dazumal nahezu 1000 Menschen (davon gerade einmal 350 Männer - der Rest waren Frauen und Kinder). Ein aussichtsloser Kampf begann, als rund 15.000 Türken gegen die brüchigen Mauern anrannten. Als diese schließlich in das Kloster eindrangen, zogen sich die Verteidiger in das Pulvermagazin zurück und sprengten sich mit dem Gebäude in die Luft. Zeitungsausschnitte aus dieser Zeit, welche im Kloster ausgestellt sind, zeigen, dass die internationale Öffentlichkeit nach dieser Tragödie, der türkischen Fremdherrschaft auf Kreta endlich Beachtung schenkten.

Interessant ist das Beinhaus, ein memento mori, mit den Schädeln einiger Dutzend Gefallener. Die Klosterkirche ist ein kleines Schmuckstück. 

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