Mátala

Gemäß der mythologischen Vergangenheit soll hier Zeus mit der geraubten Europa an Land gegangen sein. Auch soll, auf ihrem Rückweg von Troja, die Flotte des Menelaos hier Schiffbruch erlitten haben. Weiter ist zu lesen, dass hier auch, während der römischen Herrschaft, ein zusätzlicher Hafen für Féstos gewesen sein soll. 

Mátala hat also eine bewegte Vergangenheit. Die Schichten des nördlichen Sandsteinfelsens sind durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Wer diese Höhlen erschuf ist bis heute ungeklärt. Angeblich sind sie in der Jungsteinzeit entstanden, um den Steinzeitmenschen als Wohnstatt zu dienen. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass sie ihre heutige Form erst erhielten, als man sie in römischer bis spätchristlicher Zeit als Nekropole nutzte, mit Bänken und Nischen, auf denen die Verstorbenen ruhten. In den 1960er Jahren dienten die Höhlen einigen Hippies als Schlafstätte. So wurde der Ort zur Legende und kurz darauf zu einem beliebten Szenetreff der Rucksackreisenden. 

Heute ist Mátala ein beliebter und im Sommer sehr gut besuchter Ferienort. Schön ist der direkt im Ort gelegene Kies-Sandstrand. Wer es etwas ruhiger mag, sucht sich ein Quartier etwas außerhalb von Mátala und genießt den Strand rechts vom Ort gelegen (ca. 30 Minuten). 

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Uns hat es aber Spaß gebracht, durch die Höhlen, welche heute unter Denkmalschutz stehen, zu durchkriechen, durch den Ort zu Schlendern und in einer der zahlreichen Tavernen einzukehren.