Malakka

Malakka an der Südwestküste der Halbinsel Malaysia gelegen, gab der berühmten Seestraße ihren Namen. Durch seine strategische Lage ist dieses kleine Bundesland (nur 658 Quadratkilometer) reich an Geschichte. Durch den geflohenen Hinduprinzen Parameswara im 14. Jahrhundert gegründet wurde es zu einem wichtigen Handelshafen ausgebaut. Die Portugiesen besetzten dann 1511 die Stadt und das Umland und blieben für 130 Jahre. Diese wurden dann 1641 von den Holländern abgelöst die es dann an die Briten verloren die bis 1957 blieben. Von 1942 bis 1945 war das Gebiet von den Japanern besetzt. Danach breitete sich eine starke Widerstandsbewegung aus, die die Briten zwang dem Nationalbewusstsein nachzugeben.

Die Bevölkerung von Malakka ist eine mehr als faszinierende Mischung vieler Rassen: Malaiien natürlich, dann Chinesen, Inder, die sogenannten Straits-born Chinesen, die kein Chinesisch mehr sprechen. Die Nachkommen von Portugiesen leben hier, sie sprechen noch das alte Christao, wie das alte Portugiesisch genannt wird. Eurasier, Araber und Europäer runden diese Menschenmischung ab. Malakka City selbst ist eine polyglotte kleine Hauptstadt mit einer interessanten Mixtur vieler Baustile und Richtungen, basierend auf dem, was alle ihre früheren Beherrscher hinterlassen haben. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen nämlich so, dass sie alle bequem per Fuß erreicht werden können.

Das holländische Stadthuys ist eines der ältesten Bauwerke der Holländer in Südost-Asien überhaupt. Heute beherbergt es das Malakka Museum und ist mit seinem lachsroten Anstrich ein markanter Punkt der Stadt.

Das massive Festungstor - die Porta di Santiago - ist allein nur übriggeblieben von der großen Festung "A Famosa", von der die Portugiesen 130 Jahre lang Malakka beherrschten. Bereits im Jahre ihrer Landung 1511 begannen sie mit dem Bau. Später wurde sie von den Holländern erobert und schwer beschädigt. Im Jahre 1670 setzten sie sie wieder Instand und versahen sie mit dem Emblem der Ostindienkompanie "V.O.C.", das heute noch über dem Tor zu sehen ist.

Die St. Pauls Kirche wurde von einem Kapitän der Portugiesen namens Duarte Coelho erbaut, später übernahmen sie die Holländer und widmeten sie dem Heiligen Paulus. Sie diente lange als Grabstätte für die adligen Holländer, die hier starben.

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Die St. Francis Xavier's Kirche eine im neogotischen Stil errichtete Kirche wurde von französischen Priester Favre initiiert. Die Kirche wurde im Jahre 1849 eingeweiht und nach dem Heiligen Franziskus Xavier benannt, der auch der "Apostel Asiens" genannt wird, weil er im 16. Jahrhundert den katholischen Glauben fanatisch in ganz Asien verbreitete.

Die Christus Kirche im niederländischen Stil errichtet, stammt aus dem Jahr 1753 und hat den gleichen roten Außenanstrich wie das Stadthuys mit dem sie ein Ensemble bildet. Das schöne hölzerne Kirchengestühl ist noch Original, also jetzt über 200 Jahre alt. Einige alte Grabplatten liegen auch auf dem Kirchenboden und eine Sammlung silberner Gefäße ist hier zu sehen, die sämtlich holländische Wappen tragen.