Los Angeles

Es verschlug uns also nach Los Angeles. Hier haben wir uns erst einmal ein Auto gemietet und machten uns gleich auf dem Weg. Bei dieser ersten Autofahrt stellte sich schnell heraus, Karten zu lesen ist nicht wirklich meine Stärke. Zunächst wollte ich kein Auto fahren, aber irgendwie fuhren wir nur im Kreis und landeten immer wieder an einer Mülldeponie. Also wechselten wir, Rolf wurde Navigator - ich der Fahrer - so ist es bis heute geblieben. Es zog uns natürlich erst einmal an das Meer, so leitete Rolf mich Richtung Huntington Beach. Nach dem langen Flug spazierten wir einige Stunden am Strand und genossen das milde Klima. Hier überlegten wir uns, was wir in der zweitgrößten Stadt (nach New York) der USA noch so machen wollten.

Aus zahlreichen Filmen kannten wir das riesige Hollywood Sign in den Hügeln von Los Angeles. Also fuhren wir Richtung Griffith Park Observatory - von hier aus hatte man einen tollen Blick auf das Zeichen. Wir ruhten uns dann in einem Park etwas aus. Rolf las etwas von einem Eisenbahnmuseum - da wollte er unbedingt hin. War schon schön anzusehen, wie man in alten Zeiten durch Amerika gereist ist. Gegen Abend wollten wir uns ansehen, wo denn so die Oskars verliehen werden. So ging es dann Richtung Hollywood Sunset Blvd. - wir wandelten auf dem Star Walk und bestaunten die Gegend. Obwohl - jetzt, nachdem so viele Jahre vergangen sind - fragen wir uns, was war eigentlich so zu bestaunen? 

Ist man im Urlaub, möchte natürlich auch das Kind im Erwachsenen befriedigt werden. Was lag da näher, als die Mutter aller Vergnügungsparks - das 1955 eröffnete Disneyland. Vom Disneyland Paris war noch keine Rede, wir kannten alles aus dem Fernsehen und waren überaus gespannt. Schon der riesige Parkplatz war für uns beeindruckend. Erst einmal lernten wir, im Disneyland gibt es eine eigene Währung, den Disney-Dollar. O.k. - warum auch nicht - aus heutiger Sicht vielleicht die bessere Landeswährung. Als wir dann auf der Main Street waren, wurden unsere Augen wirklich groß wie Kinderaugen. Auf alle Fälle hatten wir den Tag über viel Spaß in den einzelnen Ländern des Disneyparks. Zum ersten Mal waren wir in einer Achterbahn, die in völliger Dunkelheit durch eine "spacige" Atmosphäre flitzte. Auch die Schows fanden wir beeindruckend und lernten hier das erste Mal kennen, was Nationalstolz ist. Aber auch die anderen Länder faszinierten uns. Wir hatten einen tollen Tag und waren am Abend mehr als geschafft.

Hätten wir Los Angeles verlassen können ohne die Universal Studios zu besuchen? Nein! Auch von den Universal Studio's hatten wir schon eine Menge gehört. Wer wollte nicht wissen, welche Tricks so beim Filme machen angewendet werden. Star Wars war gerade mit dem 1. Teil in den Kinos, Kampfstern Galactica war noch in allen Köpfen. Miami Vice wurde im Fernsehen ausgestrahlt und erfreute sich großer Beliebtheit. Könnt Ihr Euch noch an den "Weißen Hai" erinnern? Mit Sicherheit! Oder der Hit "Zurück in die Zukunft". Alles nichts weltbewegendes, eigentlich eher seichte Unterhaltung. Damals betrachtete man das alles aber als den Gipfel der Unterhaltung. Und wir sahen die Kulissen und Requisiten. In Shows wurden Teile nachgespielt. Viele Tricks wurden offen gelegt und man musste schon manchmal schmunzeln, wenn einem gezeigt wurde wie leicht man getäuscht werden kann.

Wieder ein Tag, sehr anstrengend, aber für uns ein Highlight der Reise. Deutlich können wir uns daran erinnern, wie Müde wir am Abend waren und gerade noch so etwas zum Abendessen organisiert hatten bevor wir, eigentlich schon schlafend, ins Bett fielen. Auch heute noch, würden wir jederzeit wieder die Studios besuchen. Um die Erinnerungen aufzufrischen waren wir auch schon im Warner Studio Park in Bochum (auch sehr lustig).