Lassithi-Hochebene - Diktäische Höhle

Die Lassithi-Hochebene - für uns immer wieder ein schöner Ausflug. Jeder hat sie schon einmal gesehen, die segeltuchbespannten weißen Windräder. Sie prägten über Jahrzehnte die Landschaft der Ebene und dienten der Bewässerung der Felder. Da der Wind aber nicht zuverlässig bläst, sind diese Windräder mittlerweile Motorpumpen gewichen. Nur noch selten sieht man sie, jetzt als Hinweis auf eine Taverne, eine Pension oder ein Dorf. 

Aber die Ebene präsentiert sich auch so eindrucksvoll - sattgrün, fruchtbar und flach, 840 m über dem Meeresspiegel. Schon die Anfahrt über eine der zwei kurvigen Straßen ist mehr als eindrucksvoll, der Blick atemberaubend, wenn sich einem, inmitten der Lassithischen Berge, deren 1500er- und 2000er-Gipfel sich wie ein Gürtel um die Ebene legen, plötzlich der riesige ovale Kessel (12 km lang + 6 km breit) ausbreitet. Um ja kein wertvolles Ackerland zu verschwenden, schmiegen sich die 21 Dörfer der Ebene eng an die Berge, verbunden durch eine Straße. 

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Eine der Attraktionen ist die Diktäische-Höhle (Dikteon Andron) über dem Dorf Psichro gelegen. Göttervater Zeus soll in dieser Tropfsteinhöhle geboren worden sein. Gleiches hörten wir allerdings auch von der idäischen Höhle. Liest man die auf Kreta herausgegebenen Reiseführer, scheint man sich den touristischen Kuchen zu teilen. Demnach ist die Diktäische-Höhle der Geburtsort, in der idäischen Höhle wuchs der junge Zeus heran. Auf alle Fälle hat man nachgewiesen, dass die Höhle schon zu Zeiten der Minoer ein bedeutendes Heiligtum war. Uns beeindrucken die riesigen Stalaktiten und Stalagmiten, die sich am Höhlengrund zu meterdicken Säulen verbunden haben. 

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Gerne fahren wir erst am Nachmittag zur Höhle (aber Vorsicht - um 16.00 h wird diese geschlossen). Die Touristenbusse sind weg, eine herrliche Ruhe breitet sich aus. In Ruhe kann man sich alles ansehen, nach dem Auf- und Abstieg zur Höhle in einer der Tavernen etwas essen und trinken. Die Wirte, einige können sehr gut deutsch, erzählen dann gerne von den harten Wintern oder ihren Erlebnissen mit Touristen.