Laos

Ein Land, noch neben den ausgetretenen Pfaden des Massentourismus - ein noch junges Reiseziel. Es ist ja auch noch nicht lange her, seit die sozialistische Regierung das Land für Besucher geöffnet hat. Ein faszinierendes Land erwartet einen, ein Land, welches seine Position im asiatischen Staatengefüge sucht. Der Lebensrhythmus, die äußerst freundliche Art der Laoten, alles erinnert an das "alte" Asien. Obwohl in den Städten Internet-Cafés an jeder Ecke zu finden sind, viele der jungen Menschen mit einem Handy in der Hand geboren zu sein scheinen, lebt doch der größte Teil der Bevölkerung noch wie seine Vorfahren. Holzhäuser und grüne Reisfelder prägen das Bild. Es scheint überall Klöster und Tempel zu geben, ein Zeichen, wie wichtig der Buddhismus der Bevölkerung ist. Ein unglaubliche Natur und sehr viel Kultur erlebt man beim bereisen dieses Landes. 

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Laos hat eine bewegende Geschichte. Jahrhundertelang war es den Expansionsgelüsten seiner Nachbarn ausgesetzt. Stets musste man sich gegen Vietnam, Thailand, Birma, China oder Kambodscha zur Wehr setzen. Dann kamen die Franzosen im 19. Jahrhundert und machten das Land zum Anhängsel Französisch-Indochinas. Im Zuge des Vietnamkrieges überzogen dann die USA das Land mit ihren Bomben. Als dieser Terror dann vorbei war, kamen nach einer so genannten sanften Revolution die Kommunisten an die Macht. Viele Jahre war das Land abgeschottet und öffnete sich erst Ende der 1980iger wieder und Touristen können das Land bereisen. 

Man bereist ein nur spärlich besiedeltes Land im Zentrum der indochinesischen Halbinsel. Ohne einem Zugang zum Meer, durchzogen aber von einer Vielzahl von Flüssen, größtenteils von Gebirgen und Hochebenen bedeckt. Das tropische Klima lässt eine üppige Vegetation gedeihen, Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sind für Europäer jedoch angenehmer als in manchen Nachbarländern. Einmalig macht das Land aber die Menschen. Die rund sechs Millionen Einwohner lassen sich einem halben Hundert unterschiedlicher Stämme und Völker zuordnen, die über das Land verstreut leben. Es herrscht eine gelassene Atmosphäre, die in Südostasien ihresgleichen sucht.

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Laos gehört noch zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern dieser Erde. Obwohl es reiche Naturschätze gibt, diese sind aber nicht erschlossen, ja größtenteils nicht einmal richtig erforscht. Mittlerweile setzt die Regierung auf Marktwirtschaft. Dazu gehört auch der Tourismus, der dem Land die notwendigen Devisen bringt. Man ist dabei aber sehr darauf bedacht, die nationale Identität des Landes nicht zu gefährden. Die Infrastruktur des Landes wird ausgebaut, so dassman auch als Tourist immer besser auch in entlegene Regionen des Landes kommt. Dennoch ist beim Reisen eine Menge Geduld und Zeit erforderlich. Ja - Geduld und Zeit zahlen sich in Laos mehr aus, als in manch anderen Ländern die wir bereisten. Nur so kann man die Menschen, mit ihrer höflichen und zurückhaltenden Art, stets hilfsbereit, doch nicht aufdringlich, von natürlicher Gastfreundschaft und ohne vordergründiges Gewinnstreben, näher kennen lernen. 

Schon während unserer Vorbereitungen zur Reise nach Laos stellten wir fest, dieser Besuch kann nur einer groben Orientierung dienen. Bedingt durch die noch nichtfertiggestellte Infrastruktur würden wir immer eine Weile benötigen um von einem Ort zum anderen zu gelangen. So entschlossen wir uns, die Höhepunkte des Landes von Nord nach Süd anzusehen, im vollem Bewusstsein, das wird eher Oberflächlich. Auf der anderen Seite hätten wir dann einen groben Überblick über das Land. 

Laos wird uns wieder sehen. So vieles haben wir nicht entdecken können in der kurzen Zeit. Wie schon gesagt, das Reisen in diesem Land braucht Zeit. Aber für uns ein lohnendes Ziel.