Knossós

Nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Iraklion entfernt befindet sich wohl der berühmteste Palast von Kreta. Es gilt als sicher, hier befand sich das Zentrum der minoischen Kultur. In den, teilweise bis zu vier Etagen hohen, Häusern gab es wohl an die 14.000 Räume. Eigentlich war Knossos nicht nur ein Palast, sondern das Zentrum einer Stadt. Im Palast selbst befanden sich Heiligtümer und Kultbezirke, Wohnhäuser und Werkstätten, Büros und Speicher.

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Der Fantasie wird in Knossos Vorschub geleistet, durch die umstrittene Vorgehensweise des Briten Sir Arthur Evans, der den Palast ab 1900 in 40 Jahren freilegte. Er zerstörte, was er für unwesentlich hielt - und fügte hinzu, was er meinte sicher rekonstruieren zu können. So sieht man letztendlich mehr als nur Grundmauern und, die historisch fragwürdigen, Stahlbetonbauten nebst Anstrich regen die Vorstellungskraft an. So könnte es ausgesehen haben. Wie gesagt - fragwürdig. Bis heute ist nicht genau geklärt, warum die Stadt untergegangen ist. Diverse Male ist sie von Erdbeben zerstört worden - irgendwann wurde sie nicht wieder aufgebaut.

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Um sich in Ruhe umschauen zu können, fährt man am besten in den frühen Morgenstunden oder zwei Stunden vor Schließung der Anlage hin. Dann hält sich der Ansturm der Besucher in Grenzen und die Temperaturen sind angenehm.

Im Eingangsbereich bieten Touristenführer ihre nicht ganz billigen Dienste an. Führungen gibt es in englischer und deutscher Sprache. Außerdem kann man hier Andenken kaufen. An der Straße vor dem Gelände gibt es zahlreiche Tavernen, so kann man sich vor oder nach dem Rundgang stärken.