Kerið

Auf dem Rückweg zu unserer Hütte hielten wir dann noch einmal beim Krater Kerið. Der Kerið liegt im Eruptionsgürtel des Reykjanes–Langjökull–Gebiet und gehört einer Reihe von insgesamt 5 Kratern. Die Größe bemisst sich auf 225 x 170 Metern mit einer Tiefe von 55 Metern, wobei der Kratersee eine Wassertiefe von 7 - 14 Metern hat. Die Höhe des Wasserspiegels ist dem Grundwasserspiegel angepasst. Lange Zeit glaubte man, es handele sich hier um einen Explosionskrater. Man fand aber nie eine Ascheschicht die eine Explosion ausgestoßen hätte. So geht man heute davon aus, dass es sich um einen Schlackekrater handelt, bei dem kurz vor Ende des Ausbruchs die Lava unter dem Krater einen plötzlichen Abfluss fand, so dass die Decke der schon erkalteten, oberen Lavaschicht eingebrochen ist. Da es aufgehört hatte zu regnen, wanderten wir einmal um den ganzen Krater herum. Ein wenig kam die Sonne zum Vorschein, was die Farbenpracht intensiv aufleuchten ließ. 

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Wir hatten an diesem Tag wirklich viel erlebt und waren ganz schön erschöpft, als wir wieder an unserer Hütte ankamen. Heute hätten wir den Hot Pott wirklich gebraucht, aber man kann halt nicht alles haben. Gut geschlafen haben wir auf alle Fälle, nach so einem aufregenden Tag mit so vielen Entdeckungen und Erlebnissen.