Jama Baredine

Ein weiteres tolles Ausflugsziel von Rovinj aus ist die Jama Baredine. Der Name der Höhle bedeutet soviel wie "Höhle auf dem Brachland". Im lokalen Dialekt steht das Wort "bared" für unbearbeitetes Land. Es handelt sich bei der Höhle um eine Karsthöhle die über hundert tausende von Jahren entstanden ist. Es handelt sich bei der Jama Baredine um ein 132 Meter tiefe Schachthöhle mit einer konstanten Temperatur von 14°C. Für den Besucher geht es über Stein- und Eisenstufen 60 Meter in die Tiefe. Eine ausgeklügelte Beleuchtung lässt die Stalaktiten und Stalagmiten gut erkennen. Die Eingangshalle der Höhle hat eine Deckenhöhe von gut 10 Metern, in einigen der tiefer gelegenen Hallen kann sie sogar bis zum 25 Metern betragen, während es auch Kammern gibt die nur eine Höhe von 1,80 und darunter haben. Gerade aber in diesen nicht so hohen Kammern sind einige der interessantesten Tropfsteingebilde der Höhle zu bestaunen. Von der vierten Saal der Höhle aus gibt es einen Schacht, der noch einmal 60 Meter in die Tiefe führt und für die Besucher nicht zugänglich ist. Hier gibt es einen See, der zirka 16 Meter tief ist. Das ist der Lebensraum der berühmten Grottenmolche. Die Grottenmolche sind in etwa 25 cm lang und haben sich an das Leben in der Höhle angepasst. Sie sind nahezu komplett weiß und wurden in der Vergangenheit häufig für kleine Drachen gehalten. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht und die Jama Baredine ist eine der wenigen Höhlen, in denen sie noch heimisch sind. Für die Besucher geht es einen anderen Schacht entlang in den fünften großen Raum. Dieser Raum wird auch der "Figurensaal" genannt. Lassen sich doch, mit etwas Fantasie, aus den Stalagmiten menschenähnliche Figuren erkennen. Im einem flachen Becken im unteren Saal werden immer einige Exemplare des Grottenmochs zur Schau gestellt. Um 1990 wurde dann mit dem Ausbau der Höhle zu einer Schauhöhle begonnen und 1995 für Besucher geöffnet. Noch heute finden immer wieder Expeditionen statt, bei denen nach prähistorischen Fundstücken oder noch unentdeckten Sälen gesucht oder die Fauna der Höhle erforscht wird.

Einige Schritte von der Höhle entfernt gibt es eine Dauerausstellung in der historische Traktoren und Landwirtschaftsmaschinen aus der Umgebung gezeigt werden. Rund fünfzig davon werden hier ausgestellt, der älteste Traktor stammt aus dem Jahr 1923. Die Ausstellung wird ergänzt durch zahlreiche alte Fotos und Dokumente. Eine weitere Ausstellung zeigt, wie in der Gegend Brot, Olivenöl und Wein hergestellt wurden – von der Antike bis heute. Besucher haben hier auch die Möglichkeit, Weine zu probieren und zu kaufen. Ein lohnenswerter und toller Ausflug.

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