Húsavík - Whale Watching

Whale Watching stand auf dem Programm. So fuhren wir nach Húsavík, von hier aus soll es schöne Touren geben. Liest man die diversen Reiseführer, so steht in jedem ein anderer Ausgangspunkt als der Beste. Also, warum nicht von Húsavík aus starten. Der Ort hat einen Fischereihafen und ist Versorgungszentrum für die Umgebung. Die Kirche wurde Anfang des letzten Jahrhunderts aus Holz gebaut, welches aus Norwegen importiert wurde. Neben dem Walmuseum gibt es noch das einzige Penismuseum der Welt in Húsavík. Für uns das wirkliche Highlight - eine Walbeobachtungstour. Schnell hatten wir eingecheckt und es ging auch recht bald mit einem kleinen Boot los, in die Bucht von Skjálfandibucht. Es ging direkt auf die 1.000 m hohen, schneebedeckten Kinn-Berge zu. Ein netter, junger Mann erklärte uns, wie wir uns sicher an Bord bewegen können und das für alle auch noch Thermoanzüge bereit liegen. Auch eine kurze Unterweisung, wie man denn überhaupt einen Wal von weitem erkennt, gab es. Noch eine kurze Belehrung, wie denn angesagt wird wo sich ein Wal befindet.

Ganz einfach - das Uhrmodell wird genutzt. 12:00 h = geradeaus (Fahrtrichtung) / 15:00 h = rechts / 9:00 h = links. Kurz wurde das ausrufen und richtige hinschauen geübt, dann kamen auch schon die ersten Wale in Sicht. Wobei ich gestehen muss, ich habe sie mehr erahnt als gesehen. Zwergwale waren in der Bucht, auch Minkwal genannt und gute 11 m lang. Aber halt sehr schwer zu sehen und sehr scheu. Wenig später kamen aber auch andere Wale dazu. Leider war keine so richtig dazu bereit, als Fotomodell auszuharren. Zumeist tauchten die Wale sehr schnell wieder ab. Der Kapitän versuchte dann, an die Stelle zu gelangen, wo sie wieder auftauchen könnten. So kam es zu einigen turbulenten Fahrten, mit überkommender See und allem was dazu gehört. War aber alles ganz harmlos, es war nur etwas feucht. Wozu hat man sich wetterfeste Kleidung angezogen. Das ganze war wirklich ein tolles Erlebnis. Nur mit dem Fotografieren war es nicht so einfach, da muss man wirklich schnell sein. Das Boot schaukelt und die Wale warten auch nicht - ziemlich schwer. Auf der Rückfahrt gab es dann noch einen warmen Kakao und etwas Kuchen. Wir sind dann noch ein wenig im Ort umhergeschlendert, dann ging es aber weiter zum nächsten Tagesziel.