Ho Chi Minh City / Saigon

Als "Perle des fernen Ostens" war die Stadt schon vor 1975 weltberühmt. Nach der Vereinigung von Nord- und Südvietnam im Jahre 1976 erhielt Saigon den Namen Ho-Chi-Minh-Stadt. Inzwischen hat eine neue Ära mit einer vielversprechenden Zukunft begonnen. Dynamisch, lebendig und sehr attraktiv hat Saigon sich zu einem bedeutenden wirtschaftlichen und industriellen Zentrum von Vietnam entwickelt, immer bereit, Besucher zu empfangen, sei es zu geschäftlichen Zwecken oder als Touristen. Die Harmonie zwischen gothischer und moderner Architektur und das bezaubernde Lächeln der Saigoner ist überzeugend. 1998 feierte Saigon seinen 300. Geburtstag mit vielen fröhlichen Festen.

Es brodelt förmlich in dieser Stadt, überall herrscht hektische Betriebsamkeit. Obwohl, die Bezeichnung Stadt ist nicht ganz zutreffend. Mit einer Fläsche von etwa 2030 Quadratkilometern spricht man eher von einer Provinz, die sich vom südchinesischen Meer bis an die kambodschanische Grenze erstreckt. Die Orientierung im Stadtkern ist nicht einfach. Aufgeteilt ist Ho-Chi-Minh in 17 Stadt- und 5 Landbezirke. Zur Erkundung der Stadt ist ein Cyclo hervorragend geeignet. Die Fahrer erweisen sich oft als ausgezeichnete Fremdenführer. Leider ist diese Beförderungsart langsam am aussterben und es ist abzusehen, das in ein paar Jahren die Cyclofahrer komplett aus dem Stadtbild verschwinden. Bezeichnend ist das chaotische Verkehrsaufkommen, am besten man findet sich einfach damit ab. Der Lärmpegel ist extrem hoch, was kein Wunder ist wenn tausende von Motorrädern auf einmal starten. Manche Straßen sind so voll, dass eine Überquerung fast unmöglich erscheint. Aber mit ein wenig Geduld, einem gleichmäßigen Schritt und Aufmerksamkeit ist die andere Straßenseite zu erreichen. 

Auf den Märkten Ho-Chi-Minh gibt es ein riesiges Angebot - eigentlich gibt es nichts, was man hier nicht kaufen könnte. An vielen verschiedenen Orten innerhalb der Stadt findet man kleine oder große Marktplätze und -hallen. Es ist eine Freude durch die Stände zu schlendern um dann an einer der Garküchen irgendetwas leckeres zu genießen.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Giac-Lam-Pagode , die neoromanische Kathedrale Notre Dame, der Wiedervereinigungspalast , der Cho-Binh-Tay-Markt im quirligen Chinesenviertel Cholon und die ehemalige Botschaft der Vereinigten Staaten, wo es während des überstürzten Abzugs der Amerikaner im Jahre 1975 zu tumultartigen Szenen kam.

Wir werden nie unser erstes Hotel in der Stadt vergessen. Müde waren wir froh, ein schönes, sauberes Haus gefunden zu haben. Nach einem kurzen Rundgang gingen wir dann zu Bett, um gegen ein Uhr morgens wieder aufzuwachen. Auf der Straße war ein riesiger Obstmarkt, laut und hell erleuchtet. Was soll man machen, wir schauten uns das Spektakel erst einmal an - suchten dann aber am nächsten Tag doch ein neues Hotel.