Frangokástello

Ein Kastell aus venezianischer Zeit, nicht zur Gänze erhalten. Oberhalb eines schönen Badestrandes mit kleinem Fischerhafen gelegen. Das Kastell diente als Schutz vor Piraten und den aufständischen Einwohnern von Sfakià (Castel Franco = die Frankenburg).

Kommt man von der Nordküste, fährt bei Vrýsses von der New Road ab, kommt man direkt auf die Askifou-Hochebene. Etwas weiter kommt dann Imbros, das durch die gleichnamige Schlucht einen Aufschwung erfahren hat. Am Scheitelpunkt gibt es ein kleines Cafe mit herrlichem Ausblick.

Im Innenhof gibt es nicht mehr viel zu sehen, die Außenmauern und die Türme, die man aber nicht besteigen kann, scheinen restauriert. Am 17. Mai 1828 wurden in einem blutigen Gemetzel fast 400 Männer von den Türken getötet. Angeblich ziehen die getöteten (die "Drossoulites") jedes Jahr erneut als Geisterprozession in den Morgenstunden des 17. Mai an der Küste entlang. Nur 10 Minuten soll der Spuk dauern und so real sein, dass Türken und Deutsche auf die vermeintlichen Rebellen schossen. Tatsächlich gab es zeitweise ein unerklärliches optisches Phänomen, das mit besonderen atmosphärischen Situationen erklärt wurde. Fata Morganen sollen Bilder aus dem rund 300 km entfernten Nordafrika vor die Küste Kretas projizieren. Sollten Sie an einem 17. Mai in der Gegend sein - überzeugen Sie sich selbst! Wir selbst waren zu diesem Zeitpunkt nicht auf Kreta.

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Für Familien sehr geeignet der Badestrand unterhalb des Kastells, fällt dieser doch äußerst flach ab - eine riesige Badewanne.

Es gibt einige Tavernen und Privatunterkünfte. So richtig ist der Tourismus noch nicht angekommen, aber das wird sich wohl ändern.