Deutschland

Unsere Heimat, Deutschland - komplett genannt Bundesrepublik Deutschland. Deutschland ist mit seinen etwas über 82 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Mitteleuropa. Es grenzt an Frankreich, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, die Schweiz, Österreich, Tschechien, Polen und Dänemark. Im Norden hat das Land Meerzugänge zu Nord- und Ostsee. Mit einer Fläche von mehr als 350.000 Quadratkilometern gehört es zu den mittelgroßen europäischen Ländern.

 

 Woher kommt eigentlich der Begriff "deutsch"?Deutschland Flagge

 

Auf dem Gebiet des heutigen Deutschland gab es früher verschiedene Stämme. Die Germanen bildeten die größte Gruppe dieser Stämme. Unter den Germanen versammelten sich unter anderem die Alemannen (Schwaben), die Bayern, Ost-Franken, Thüringer und Sachsen. Als Gruppe nannten sie sich "deutsch" und ihre Sprache war die "deutsche Sprache". Damit hoben sie sich von den römischen (lateinischen) und den französischen (romanischen) Sprachbereich ab. In der Familie des Wortes "deutsch" gibt es noch viele ähnliche Wörter. Zum Beispiel: „deutlich, deuten, Bedeutung, bedeutend, verdeutlichen usw.“  Der Teil "deut"  war ein wichtiges germanisches Wort mit der Bedeutung "Volk"  bzw. "Stammesgruppe". Der Begriff „deutsch“ entstand dann als Abkürzung des Eigenschaftswortes „deut-isch“ und bezeichnet das, „was zum deut (Volk) gehört“. Deutet man etwas, dann macht man es dem "deut" Volk verständlich. Ist etwas deutlich, so ist es dann "volksgemäß". So ist alles was von Bedeutung ist, etwas was beim Volk gut ankommt. Deutsch war also die Sprache des Volkes, der einfachen Leute. Die gelehrten Leute sprachen dagegen lateinisch. So waren fast alle Bücher in lateinischer Sprache geschrieben, und erst später gab es auch Bücher in deutscher Sprache. Mit der Zeit verlangten immer mehr Leute nach deutschen Büchern, und Deutsch wurde von mehr und mehr Leuten gesprochen.

 

Als Martin Luther 1521 anfing, die Bibel in die deutsche Sprache zu übersetzen, so war es sein Anliegen, so zu schreiben, wie die Leute sprachen. Die deutsche Bibel wurde daher das erste wichtige Buch in deutscher Sprache, und viele Menschen wollten es lesen. Luthers Übersetzung wurde zur Grundlage der neuhochdeutschen (Schrift-) Sprache. Allerdings spricht kaum jemand in Deutschland Hochdeutsch. Die vielen regionalen Dialekte stammen aus der bewegten Vergangenheit des Landes. Im Mittelalter, nach der Zeit Karls des Großen, gab es nämlich Deutschland im heutigen Sinne gar nicht. Vielmehr fanden sich hier viele verschiedenste kleine Fürstentümer, Herzogtümer und Königreiche. Es gab zwar einen deutschen Kaiser, doch das Deutsche Reich war nur ein loser Staatenbund, in dem die regionalen Herrscher ihre Hoheit behielten.

 

Das blieb so, bis die Umgestaltung Europas durch Napoleon Bonaparte 1806 das deutsche Kaiserreich zum Einsturz brachte. In dieser Zeit kam es zu einer Vorherrschaft des Königreichs Preußen über die anderen Herrschaftsgebiete heraus. Preußen eignete sich immer mehr Gebiete an. Außerdem wurde im Volk der Ruf nach einem deutschen Nationalstaat laut.

 

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Es dauerte bis 1871, ehe unter preußischer Führung nach dem Deutsch-Französischen Krieg das Deutsche Kaiserreich ausgerufen wurde. Dieses unterlag wenige Jahrzehnte später im Ersten Weltkrieg und musste aufgelöst werden. An seine Stelle trat die Weimarer Republik mit einem gewählten Parlament ohne Monarchie.

 

1933 begann das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. In diesem Jahr wurde Adolf Hitler, der Parteichef der NSDAP, zum Reichskanzler gewählt. Wenige Jahre später errichtete er eine Diktatur und verursachte den Zweiten Weltkrieg, in dem Deutschland den Alliierten unterlag. Gleichzeitig verübte die Nazi-Diktatur zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das grauenvollste davon war der Mord an rund sechs Millionen Juden in Europa.

 

Nach dem verlorenen Krieg war es für Deutschland zunächst schwer, wieder Fuß zu fassen. Die alliierte Besatzung wurde erst 1949 aufgehoben, als auf dem Gebiet der französischen, englischen und amerikanischen Besatzungszonen die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde. In der sowjetischen Besatzungszone entstand die Deutsche Demokratische Republik (DDR).

 

Es existierten also zwei deutsche Staaten. Während die BRD westlich geprägt war, wurde die DDR nach dem Prinzip des sowjetischen Kommunismus geführt. Die beiden Staaten kapselten sich zunächst voneinander ab, Berlin wurde sogar durch eine Mauer getrennt. Es dauerte bis 1990, bis die beiden Teilstaaten wieder vereint waren.

 

 Weltweit bekannt sind die Deutschen für ihren Arbeitssinn und ihre Pünktlichkeit. Aber auch die deftige deutsche Küche mit Schweinsbraten, Sauerkraut und Bier fallen Menschen in anderen Ländern zu Deutschland ein. Außerdem brachte das Land der Dichter und Denker Persönlichkeiten wie Schiller, Goethe, Einstein oder Benz hervor.