Chinchero

Trotz der vielen Wolken wollten wir ja etwas entdecken. So machten wir uns erst einmal auf den Weg zurück Richtung Cusco - o.k. - nur die Hälfte der Strecke. Hier, auf 3.770 Meter Höhe liegt der schöne Ort Chinchero, übersetzt "Stadt des Regenbogens". Laut einer Legende ist hier der Regenbogen geboren worden. Schon die Inka liebten, wohl der tollen Aussicht wegen, diesen Ort. Chinchero war der bevorzugte Erholungsort des Inkas Túpac Yupanqui, der dort einen Palast erbauen und Andenes (Anbauterrassen) anlegen ließ. Heute weiden Schafe und Lamas auf den Feldern, während Bäuerinnen mit flachen Hüten Wolle spinnen und weben. 

Auch hier bauten die Spanier auf den Fundamenten der alten Inka-Bauten eine Kirche. Eine Anmerkung wert ist die Tatsache, bis heute wird die Messe in Quechua, der Indianersprache, gehalten. Aber auch viele der noch sehr gut erhalten gebliebene alte Häuser haben Inka-Mauern als Fundament. Der Ortskern ist völlig dem Tourismus gewidmet. Die Dorfbewohner laufen traditionell gekleidet herum und man kann allerlei Andenken erwerben. Die Hauptattraktion von Chincheros ist der Sonntagsmarkt, ein immer noch authentischer Markt, ein farbenfrohes und bewegtes Schauspiel mit einem reichhaltigen Angebot von Kunsthandwerk und Textilien. Aber, wir hatten nicht Sonntag, das Wetter war nicht gut - und doch hat der Ort es uns angetan. Leider kann ich nicht beschreiben, wie es aussah, als die Wolken über den Gipfel zogen und alles mystisch aussehen ließ.