Biograd

Wer die anderen Seiten unserer Berichte durchstöbert hat wird bemerkt haben, zur Fraktion der reinen "Strandlieger" gehören Rolf und ich nicht. Nachdem wir die ersten Tage ausgiebig Sukosan erkundet hatten, mieteten wir uns kurzerhand ein Fahrrad. So fuhren wir am Vormittag los - Richtung Biograd. Es ging immer am Meer entlang, zuerst direkt an der Hauptstraße, aber schon bald bogen wir ab und fuhren durch diverse kleine Dörfer. Unterwegs erkletterten wir einen Beobachtungsturm, der scheinbar zur Beobachtung von Waldbränden dient. Schöne Aussicht von hier oben - nur Vorsicht, so ganz stabil sah das Ding dann doch nicht aus. Natürlich machten wir unterwegs auch mal Pause und erfrischten uns mit einem kühlen Drink. Ich liebte die Orangina, die man fast überall bekam. Mit Mineralwasser gemischt ist das Zeug nicht mehr so süß und wirklich lecker. 

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Die Gegend ist touristisch voll erschlossen und so kamen wir an unzähligen Hotels und Campingplätzen vorbei. Dann erreichten wir Biograd - voll erschlossen für den Touristen. Strategisch immer noch super gelegen für diverse Ausflüge gibt es hier unzählige Hotels und diverse Marinas. Wir schlenderten immer am Meer entlang und kamen dann an eine riesige Promenade. Der Hamburger Dom ist dagegen fast ein nichts. O.k. - große Achterbahn und Riesenrad gab es nicht, aber diverse kleinere Karussells sollen hier für die "Bespaßung" der lieben Kleinen sorgen. Unzählige Stände mit allerlei Essen und Andenken pflasterten diese Promenade. Der Strand war zum großen Teil betoniert. Man hat auch zwei Wasserrutschen gebaut, die gegen entsprechendes Entgelt genutzt werden dürfen. Gleich daneben eine Bar (eine von zig Bars am Rande). Also - ein riesen Trubel an diesem Ort. Gut, dass wir hier nicht gebucht hatten. 

Der Ort selber ist ganz hübsch und auch von historischer Bedeutung. Erstmals im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde der Ort bereits im 11. Jahrhundert Sitz der kroatischen Könige. Diese "Berühmtheit" hatte allerdings zur Folge, dass die Stadt diverse Male total zerstört wurde; während der Türkenkriege im Hoch- und Spätmittelalter und durch die Auseinandersetzungen Dalmatien mit Venedig. Schade, dass man jetzt eher einen Jahrmarkt aus dem Ort gemacht hat.