Bandung

Nachdem wir Jakarta hinter uns gelassen hatten, fuhren wir direkt nach Bandung - Stadt der Blumen. Ist man erst einmal dem Verkehrschaos von Jakarta entkommen, fährt man ca. vier Stunden mit dem Auto. Fast 700 Meter über dem Meeresspiegel liegend, von allen Seiten durch hohe Gipfel umgebend, eine kühle Alternative zur Hauptstadt. Mir war die Stadt als Zentrum der Textilindustrie Indonesiens bekannt. Bandung selbst besticht durch seine charmante koloniale Atmosphäre durch holländische Bauten aus den zwanziger und dreißiger Jahren. Ansonsten hat die Stadt selbst kaum Sehenswürdigkeiten. Wir suchten uns in der Nähe ein kleines Hotel. Wahrlich - hier bekamen wir die erste 100%ig gekachelte Garage zu sehen.

Interessanter fanden wir, den "Wohnsitz der Götter" zu bestaunen. Die nahe gelegenen Vulkankegel zogen uns an. Wir fuhren zum Tangkuban Prahu - das "gekenterte Boot". Die Serpentinen winden sich hoch bis zum Kraterrand auf 1830 Meter. Touristisch erschlossen, muss man sich erst einmal durch die Souvenierstände kämpfen. Hier schon fällt uns bei den Händlern eine gewisse Aggressivität auf, die nicht von Vorteil ist. Aber am Kraterrand angelangt, mit aufziehenden Nebelwolken - die genauso schnell verschwinden wie sie kommen - wirken die Wege durch die Vegetation fast mystisch. Man kann in den Krater hineinsteigen - Steine in allen Farbschattierungen begleiten einen. Die Schwefelgase sind allerdings nicht so angenehm. Für uns ging ein schöner Tag zu Ende. Unsere Reise sollte weiter gehen.